dello Spirito del Bosco

Archiv für Oktober, 2010

die ersten Tage

Sonntag, der 31. Oktober, die Welpen sind nun 2 Tage alt und entwickeln sich sehr gut. Hier ein erstes Resumé über die ersten Eindrücke.


SIE KOMMÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄN


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Nummer 3 ist ein weisses Mädel

und dann ist da auch schon die Nummer Drei angekommen, ein hübsches weisses Mädchen, Geburtsgewicht: 320 g, geboren um 00.25 Uhr *gääääääääähn*, gerade ich, die immer um 22.00 Uhr schlafen geht.
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die Zweitgeborene

Jetzt ist auch die Zweite da, ein super süsses Mädel hat die Welt erblickt. Frana macht es wunderbar, sie kümmert sich rührend um die Kleinen, auch wenn der erste etwas stressig ist *lach*.
Fakten: Hündin, weiss-braun, 340 g, geboren um 23.44 Uhr _____________________________________________________________________________________

unser Erstgeborener

Heute genau um 21.32 Uhr hat unser erstes Fellnäschen das Glühlampenlicht der Welt erblickt… naja, im übertragendem Sinne, denn sie sind ja bei Geburt blind.
Entgegen des letzten Wurfes, wo unser kleiner Mickerli Boomer ziemlich konfus war ging der innert sekundenbruchteile gleich auf Zitzensuche und wurde fündig. Wenn Mama Frana putzen will kann er schon richtig dolle reklamieren……

Fakten: Rüde, bianco marrone, Gewicht 370 g


Basilea dello Spirito del Bosco kurz Lea war an der Ausstellung

Basilea und Heike an der Hundeausstellung in Stuttgart 2010

Momentan läuft ja wahnsinnig viel, aber ich möchte nicht verpassen hier Heike Männel ganz fest zu gratulieren zur grossartigen Leistung an der Ausstellung. Sie hat mit Klein-Lea ganz toll laufen geübt, hat Steh geübt und sie ganz alleine für die Ausstellung zurecht gemacht.
Eine unglaublich beachtliche Leistung, denn es war ihrer beider erste Ausstellung und Klein – Lea hat ein Vielversprechend 2 erhalten. BRAAAAAAAAAAVOOOOOOOOO!!!! Bin wahnsinnig stolz auf euch 🙂


dem Wolf soll es an den Kragen gehen ….

Die aktuelle politische Diskussion macht Angst. Der Wolf, ein Grossraubtier, das hier bei uns einmal heimisch war soll nun zum Abschuss freigegeben werden, es ist einfach traurig. Der Wolf ist der Stammvater unserer Hunde und sollte genauso eine Daseinsberechtigung haben wie auch der Bär, der Luchs, der Mensch?
Warum sind wir Menschen nicht bereit uns mit der Natur zu arrangieren, warum müssen wir alles komplett unter Kontrolle haben? Der Wolf ist typisch wildtierscheu und wird dem Menschen in keiner Weise gefährlich, in Europa ist kein einziger Übergriff von Wölfen bekannt. Die einzigen Übergriffe sind bekannt aus Übersee, wo Menschen Wölfe gefüttert haben und so einen Konflikt provozierten.
Schafhalter, welche nicht gewillt sind Vorsichtsmassnahmen zu treffen (spezielle Schafhütehunde, Zaun), Jäger, die einen Wolf als Beute haben wollen, was auch immer der Grund ist, es ist abscheulich.
Von Dr. Martin Blattner gibt es einen Aufruf zum Boykott von Walliser Weinen, von Schaffleisch und allem, was diese Leute, die die Wölfe abschiessen wollen, produzieren. Ich persönlich möchte diese Aktion mit diesem Blogeintrag unterstützen und hoffe auf dementsprechende Sympatisanten.
Unterstützt den Wolf, denn er ist es wert unterstützt zu werden, er braucht unser aller Hilfe!

Lesen Sie hier den Brief von Martin Blattner —> WolfWahlfreiheitMehrheiten


Raduno di Bagnara (Emilia Romagna)

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Einmal mehr ist ein anstrengendes Wochenende vorbei. Anstrengend, aber voll von positiven, schönen Erinnerungen. Es ist schwer davon zu erzählen, da man gar nicht weiss, wo man anfangen soll….

Freitag, 8. Oktober 2010
Am Anfang war das Feuer…. hihi, nein, am Anfang kam Marion mit Beppolino. Die kamen da am Bahnhof an und mir klopfte das Herzi das erste Mal. Beppo hat sich unglaublich entwickelt zu einem wahrhaft wunderschönen Rüden. Er hat sich super gefreut mich wiederzusehen und so begann eigentlich dieses tolle Weekend..

Aysha mit grosser Klappe auf dem Gotthardpass


Am Freitag ungefähr um 10 Uhr war Abfahrt Michelle und Andrea mit ihrem Leo (natürlich ist auch er unglaublich schön), ich, Marion mit Beppo, Aysha und Beliza fuhren gemeinsam.
Erster Halt war auf dem Gotthard in der Höhe von über 2000 m. Da gabs dann ein paar Brötchen und eine Pinkelpause für Hund und Gscherr hihi
Danach fuhren wir mit ein paar kleinen Stops noch zuerst nach Ravenna ans Meer. Es war ganz einfach herrlich diese frische Luft und vor allem diese vergnügten Zweibeiner mit ihren noch vergnügter spielenden Hunden zu beobachten. Es ist herrlich wie Zwei- und Vierbeiner miteinander Spass haben.
Danach gings zum Einchecken ins Hotel Valverde und schon das erste Abendessen war ganz einfach die Gaudi. Wir hatten super Spass und waren alle gespannt auf das Weekend.

Samstag, 9. Oktober 2010
Wir fuhren früh am Morgen nach Bagnara zum Anwesen der Familie Morsiani, die seit Jahrzehnten Gastgeber für diesen Anlass sind. Giovianni Morsiani sagte auch in einer Rede, dass die Villa Morsiani das Haus des Lagotto Romagnolo ist und immer bleiben wird. Es war sehr bewegend.
Die Ausstellung war faszinierend, waren doch ca. 130 Lagotti gemeldet und ehrlich gesagt, einer schöner als der andere. Es war unglaublich wie hoch die Qualität der gezeigten Hunde war. Ich gehe nun schon einige Jahre regelmässig an diesen Anlass, aber 2010 war bisher der Höhepunkt.
Nun zu uns natürlich: Lieseli zeigte sich sehr gut und wurde auch mit einem molto promettente bewertet, ein Vielversprechend. Sie kam aber nicht in die Ränge, denn wie schon gesagt, das Niveau der gezeigten Hunde war extrem hoch, weshalb ich da auch keine Mühe damit habe.
Leo und Beppo waren auch ganz toll und die Richterbewertung super zu lesen, nur hat sich der Richter vermutlich irgendwie in der Kategorie vertan *grins* und die Bewertung stimmte nicht wirklich mit dem Bericht zusammen. Aber auch die beiden Boys haben das super gemeistert (natürlich auch ihre Zweibeinis) und auch da war es extrem schwer den schönsten Hund zu finden, weil die ganze Klasse einfach nur mit schönen Hunden bestickt war.

Aysha v. Richcastle, Siegerin Hündinnen und Veteranensieger

Dann kam mein Schatz, meine Aysha. Sie ist einfach unglaublich und zeigte einmal mehr wie leicht sie gehen kann, sie trabte wie eine junge Hündin, so dass sogar eine Mitstreiterin zu mir kam und behauptete, dass Aysha nur 5 Jahre alt sei. Im Katalog war nämlich ein Fehler, der Jahrgang von Aysha wurde falsch geschrieben, sie wurde 10 Jahre jünger gemacht *grins*. Ich erklärte ihr das und sie beruhigte sich wieder. Aysha machte dann als Höhepunkt sogar noch den Veteranensieger und das gegen einige Konkurrenten. Mich überkam es dann kurz, weil dann bei der Übergabe der Teller es mir in den Kopf schoss, dass dies vielleicht das letzte Mal mit Aysha war, ich war unglaublich überwältigt von den Eindrücken.

la grande famiglia Spirito del Bosco....

Aber süss war meine Grouppies, die alle ganz doll Daumen drückten und die mir unglaublich ans Herz gewachsen sind. Nicht auf dem Foto sind Andrea und Michelle (jemand musste ja fotografieren hihi)
An der Ausstelllung war es auch super schön die Mit-Teilnehmer kennen zu lernen und mit ihnen zu diskutieren, irgendwie hatte man sofort Kontakt und den auch wirklich herzlich! Die Gruppe der Zucht dei Colli Irpini packte dann noch Brot und Schinken aus, Wein durfte natürlich nicht fehlen und gastfreundlich wie sie sind wurden wir dazu eingeladen. Barbara und Edi konnten endlich ihr italienisches Temperament ausleben und man bekam sie fast von den gestenreichen Diskussionen nicht mehr weg… war aber wirklich süss hihihi….
Sonntag, 10. Oktober 2010
Sonntag, früh um 6 Uhr hiess es „AUFSTEHEN“. Ich freute mich sehr auf diesen Tag, war ich doch auch gespannt ob Lieseli dann mit mir auch trüffeln würde, denn mit Maja klappt es ja. So fuhren wir um halb Acht los zur prova di cerca di Brisighella. Der italienische Lagottoclub hat unten an der Hauptstrasse bei km 76 ein grosses Schild aufgehängt, damit wir uns nicht verfahren. Angekommen kam der erste Schock, denn all meine Hunde waren nicht auf der Liste vermerkt. Ich hatte die Anmeldung per Mail gemacht und auch eine Bestätigung erhalten. Nun, Ferdinando Bassi und Lorenzo Ciacci haben sich darum gekümmert, so dass wir doch noch starten konnten.
Erst kam ich mit Lieseli dran. Sie war echt die Wucht, zeigte super Temperament und hat auch wunderbar gesucht. Nun, das Ganze ist noch entwicklungsfähig, da sie mir tatsächlich eine Trüffel gefressen hat hihi… aber eine hab ich bekommen und so natürlich auch eine Wertung *freu*. Lieseli kam dann sogar auf den 2. Rang der ganzen Gruppe von ca. 6 oder 7 Hunden. Bin super stolz auf meine Nachzuchten, denn auch Leo hat eine Trüffel gefunden und Amira sogar 2!!!! Beppo hat, laut Richter Ermanno Zavagli wunderbar gesucht, gute körpersprache gezeigt, jedoch vermutlich war er doch zu aufgeregt eine Trüffel zu finden. Trotzdem war auch das ein unglaublicher Tag, das Wetter war uns freundlich gesinnt und die Atmosphäre einmal mehr fantastisch!
Bei Aysha machte ich mir einen Moment lang Gewissensbisse, denn wir waren in einem enorm schwierigen Gelände mit viel Unterholz, Dornen und sogar Stacheldraht. Aysha bemühte sich sehr, blieb aber oft hängen in dem stachligen Unterholz und wusste nicht weiter. Ich habe dann aufgehört, da es keinen Wert hatte. Vielleicht lag es aber auch an der 600 grämmigen Wurst, die sie Marion geklaut und gefressen hat. Die lag ihr wohl enorm auf dem Magen. Dies bis Dienstag, ich dachte wirklich, dass es nun vorbei sei.
Nach dem Trüffeln ging es wieder zum Essen im Archibugio und es war wieder super gut und vor allem VIEEEEEEEEEL!

mehr später, werde noch weiter an diesem Artikel arbeiten 🙂


Wenn es quietscht sollte man Ölen

Ganz tief in Meistermein steckt etwas, das ich nie geahnt hätte: Eine Quietsch-Ente. Ehrlich. Da waren wir also in Brisighella, und er verlangte von mir, dass ich Trüffelstückchen aus der Erde ausbuddle. Okay, tu ich ihm den Gefallen. Dann reisen wir durch einige italienische Städte, und er verlangt von mir, dass ich mich anständig aufführe. Auch gut. Kann ich ja ohne Probleme.

Dann endlich erreichen wir das Ferienhaus im Tessin. Dass das ein Heidenstress ist, merkt er natürlich nicht. Aber ich, ich muss erst mal durch den Garten rennen, um sämtliche Siebenschläfer, Dachse, Katzen, Rehe und Wildschweine zu verjagen, die sich möglicherweise irgendwo verstecken. Als ich das endlich geschafft habe – mitten in der Nacht, wohlgemerkt! – bequemt sich also auch endlich Meistermein dazu, mit mir durch den Garten zu spazieren. Und dabei eben entdeckte ich, dass er eine Quietschente tief in seinem Innern versteckt hat. Denn jedesmal, wenn er auf eine stachlige Kastanie trat, quietschte er und hüfte rum, als ob eine Ente einen Foxtrott tanzt. Menschliche Quietschente, eben.

Dabei finde ich die Kastanien toll. Im Tessin, das habe ich inzwischen rausgefunden, gibt es nur wenige Tannenzapfen. Und die sind eigentlich mein liebstes Spielzeug. Meistermein muss sie werfen, ich hetze ihnen nach und bringe sie wieder zu Meistermein. Manchmal stöhnt er unbescheiden: „Würdest Du doch nur so viele Trüffel finden wie Tannenzapfen!“ Aber Pustekuchen: Trüffel sind bei weitem nicht so spannend, denn die steckt er sich in den Rucksack, statt sie wieder in den Wald zu werfen, wo ich sie suchen könnte.

Aber eben: Ich war bei den Tannenzapfen. Obwohl sie hier rar sind, habe ich also auf der Wanderung einen gefunden. Meistermein wirft, ich renne, lese ihn auf, bringe ihn zu Meistermein, er wirft, ich renne, und so weiter, und so fort. Fort. Genau. Plötzlich war mein Tannenzapfen fort. Einfach weg. Ich durchsuchte jedes Dickickt, kehrte das Laub, und obwohl ich ihn deutlich roch, war er nicht mehr zu finden.

Niemand hat mir beigebracht, dass ich als Hund nicht auf Bäume klettern darf. Aber das wusste ich nicht, und als Meistermein mich rief, hing ich mehr oder weniger elegant im Geäst und konnte nicht mehr runter. Wenigstens kapierte Meistermein jetzt, dass der Tannzapfen in einem Kastanienbaum hing. Er kletterte hoch, holte mich runter, kletterte nochmal hoch, murmelte etwas wie „Schlimmer als bei einem Kind“, hangelte sich auf einen Ast und schüttelte den Tannenzapfen runter.

Was nun geschah, war so etwas wie die Erfüllung meiner Träume: Es regnete Kastanien. Sie wissen schon: Jene, welche Meistermein zum Quietschen bringen, wenn er drauf steht. Und ich bemerkte: Solche Kastanien fallen im Moment überall von den Bäumen. Immer wieder. Pausenlos. Wenn es hell ist, wenn es Dunkel ist, immer. Das heisst: Ich muss nur warten, bis eine runterpurzelt, dann renne ich zu ihr, bringe sie zu Meistermein, er quietscht, irgendwo fällt die nächste runter, ich hole sie… kurzum: Kastanien sind das ideale Spielzeug. Und wenn ich es schaffe, sie Meistermein in die Hand zu legen, kann ich ihm sogar zusehen, wie er beim Quietschen wilde Tänze aufführt.