dello Spirito del Bosco

Archiv für Dezember, 2011

Zuchtrecht

In Italien habe ich eine entzückende super temperamentvolle, weisse Hündin gesehen, die mir sehr gefallen hat. Ich kam so auf die Idee hier einmal nachzufragen, ob es ev. jemanden gibt, der sich vorstellen kann eine Hündin im Zuchtrecht bei sich aufzunehmen. Die Bedingungen dafür werden natürlich gegenseitig angepasst und ausgehandelt.

Wenn Sie sich mit diesem Gedanken befreunden könnten, dann melden Sie sich doch bitte direkt bei mir unter 076 381 81 57

Natürlich sollte diese Familie/Person aus den Kantonen BS/BL/AG/SO kommen und nicht allzu weit weg sein.Bild


Das Abenteuer „Zucht“ hat begonnen …

Da ich eine sehr kleine Züchterin bin ist dieses Abenteuer natürlich für mich immer wieder neu. Meine Frana ist mittlerweile eine erprobte und bewährte Mama und hat schon einige wundervolle Nachzuchten gebracht und trotzdem … jedes Mal ist wieder wie ein erstes Mal.

Tja, Museum geschlossen. Ob das gleich eine Trüffelplantage ist hinter dem Schild?

So nahmen wir am Sonntag, dem 18. Dezember 2011 die Fahrt nach Italien auf uns um bei Zen del Ginestro, dem schönen und lieben Rüden meines Freundes Ermanno zu decken. Die Fahrt dahin war wunderschön und wenn ich schon nach Italien fahre, dachte ich, möchte ich  noch das Trüffelmuseum in Borgofranco sul Po besuchen. Laut Internet hat es am Sonntag nachmittag geöffnet… Tja, Italien, ein cooles Land, so, dass auch die Öffnungszeiten der Geschäfte wohl nicht immer so sind, wie es geschrieben steht, denn es war zu 😦

So fuhr ich dann (immer mit einem Auge auf der Anzeige des Erdgases) mit dem letzten Benzin bis zum Hotel. Na das war dann aber wirklich nett da, naja, ausser dem Typen an der Reception, der sich wohl irgendwie noch nicht im Klaren war, dass er da zum arbeiten ist. Ich bekam null Erklärung wie die Sache mit dieser Karte war, mit der man ins Zimmer kam. Denn, im Zimmer angekommen ging das Licht nicht. Also nochmal runter und gefragt, tatsächlich gabs im Zimmer einen Schlitz, wo man dann die Karte reinstecken musste.

Gemacht und dann natürlich sofort auf Toilette… grrrrrrrrrrrrrr, plötzlich ging das Licht wieder aus!!! Keine S““ hat mir gesagt, dass die Karte da drin bleiben muss *heul*… Toilettenpapier finden im Dunkeln am unbekannten Ort… macht das mal!

Das Zimmer jedoch war okay, etwas kühl, aber wirklich okay für uns Beide, ein super modernes Fernsehen mit Satelitt, sodass ich wenigstens auf dem Sender 902 ARD gefunden habe und etwas deutsches Fernsehen kucken konnte. Da ich ja ein absoluter Lindenstrasse Fan bin natürlich in dieser Situation der beste Sender überhaupt hihi…

Dann gings nochmal ums Eck mit Frana und dort entdeckten wir eine Pizzeria, juhuuuuuuuuuu, auch das Abendessen war gerettet und die Pizza war super super fein.

Geschlafen habe ich übrigens in diesem Hotel wie noch selten gut. Die Betten waren fantastisch und das ist ja das Wichtigste überhaupt (Franas Bett war auch gut *grins*)

Am Montag gings dann zur Zucht von Ermanno Zavagli zu Zen. Er war schon da und voll am Arbeiten, am Putzen und in Ordnung bringen, da er doch sehr viele Hunde hat. Viele der Hunde sind noch ein Erbe von seinem Vater und über 10 Jahre alt. Ermanno’s Mutti war auch am arbeiten und seine Frau Raffaela kam auch noch. Dann sah ich Zen 🙂 Er sieht aus wie ein Bär, der war sowas von voll im Haar, der Hund ist eigentlich nur erahnbar.

Wir liessen Frana und Zen raus und irgendwie haben beide nicht wirklich gerafft um was es geht. Zen war verwirrt, weil Ermanno eben auch noch zwei läufige Hündinnen hat und Frana

war es zuviel Trubel, Gebelle, sie wollte einfach mit Tannenzapfen spielen. So sperrten wir die Beiden, um der Liebe den Vorrang zu geben in einen geschlossenen Zwinger. Solange ich zuschaute waren die Beiden irgendwie zu scheu, kaum drehte ich ihnen den Rücken zu hat es schon das erste Mal geklappt. Sie hingen! Beide waren super brav und haben geduldig gewartet, kein Stress, kein Unbehagen, gar nix. Insgeheim sprang mein Herz in die Höhe 🙂

Am Nachmittag nahm mich Ermanno mit zur Trüffelsuche. Ich wollte gerne einfach mal ein natürliches Terrain sehen und er meinte, dass wir wohl gar nichts finden würden. Seine Puki war aber souverän und hat 5 Funde gemacht. Auch wenn es teilweise ganz kleine Trüffelchen waren, sie hat super gearbeitet und gezeigt, was ein richtiger Trüffelhund ist, nachdem sie sich erst mal mit Khaki vollgefressen hat und ihrem Herrchen genau gezeigt hat wer der Boss ist (musste so lachen, denn er ging pinkeln und Puki pinkelte zweimal über seines hihi)

Am Abend war ich dann bei Ermanno und Raffaela zum Abendessen eingeladen, feine Trüffelnudeln und danach Fleisch mit Rosmarinkartoffeln… richtig feine Küche 🙂

 

Am Dienstag fuhr ich am Morgen erst mal nach Brisighella um für meine liebe Mama zwei Flaschen Wein zu kaufen. Schliesslich ist das alles nur möglich dank ihrer Hilfe. Am Nachmittag gab es nochmal eine Wiederholung mit Zen, was auch wieder super geklappt hat.

Dann kam die Heimfahrt *heul*… und ich hab mich mal wieder fast „verarschen“ lassen, bin manchmal einfach zu leichtgläubig und zu gutmütig. Aber ich erzähl es euch trotzdem.

Ich hatte auf der Fahrt nicht sehr viele Chancen um Erdgas zu tanken, so war dann die vermeintlich letzte Tankstelle vor der Schweizer Grenze diejenige S. Miniato bei Palma. Als ich drinnen war hörte ich einen Herrn aufgeregt am Telefon diskutieren, weil ihm der Camper aufgebrochen wurde und alles geklaut wurde, er sprach perfekt Deutsch. Ich Idiot bot ihm natürlich Hilfe an *heul* und nachdem ich Fotos von seinem Reisepass, seinem vermeintlichen Dienstausweis der Feuerwehr Genk in Belgien und seiner Autonummer gemacht hatte gab ich ihm Geld.

Irgendwie befiel mich dann aber trotzdem noch ein komisches Gefühl und ich dachte, dass ich wohl mal hinter ihm herfahren sollte, was ich dann auch tat. Er fuhr just und genau 80 km/Std. und ich fiel ihm dann natürlich auf, weil auch die LKW uns beide immer überholen mussten (es war schon dunkel).  Wie im Krimi wollte er mich abhängen und hielt auf der Pannenspur an. Ich überholte ihn und fuhr halt auf dem nächsten Parkplatz raus und wartetet. Da er einen grossen Van fuhr mit speziellen Lichtern konnte ich ihn dann wieder erkennen und fuhr wieder hinterher. Dieses Mal aber so, dass er mich nicht entdecken konnte, er fuhr jetzt auch etwas schneller.

Sofort rief ich dann Monique an und bat sie die Telefonnummer der Feuerwehr in Genk (wo er anscheinend arbeitet) herauszufinden. So rief ich da an und keiner kannte den Typen (tja, ich war zwar gutmütig und hilfsbereit, aber doch nicht ganz so doof). Gleich danach rief ich die Polizei in Italien an, Notrufnummer 112 und schilderte mein Problem. Da der Typ dann gleich an der nächsten Raststätte rausfuhr war es ein Einfaches ihn zu stellen. Die Polizei war noch nicht da, trotzdem ging ich zu ihm und sagte ihm, dass ich mein Geld zurück will und die Polizei schon benachrichtigt sei. Er druckste rum und meinte, dass das alles ein Missverständnis sei bla bla bla…. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich bekam mein Geld zurück und der Typ hat mir einfach ein paar Stunden meines Lebens geklaut *grrrrrr*. Er rauschte dann ziemlich schnell davon, anscheinend konnte er seinen Diesel bezahlen auch ohne Geld von  mir.

Die Polizei war etwa 2 Minuten später da, zwei Streifenwagen mit Blaulicht! Grosses Lob! Es lohnt sich wirklich immer die Notfallnummer des jeweiligen Landes in Reichweite zu haben.

Nun, nachdem wir dann noch im Stau waren, Schneefall hinter uns brachten kamen wir um Mitternacht, nach über 8 Stunden Fahrt daheim an… GLÜCKLICH!!!!

Jetzt warten wir mal 4 Wochen ab bis zum Ultraschall… dann gibts das nächste Kapitel „Zucht“

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