dello Spirito del Bosco

Archiv für Juni, 2012

Sie sind nun schon Teenager :-)

Zum 4. Monat haben mir einige meiner Spiritofamilie Fotos geschickt von den kleinen Mäusen, worüber ich mich natürlich enorm freue. Noch mehr freue ich mich über die vielen positiven Berichte. Auch wenn Welpen doch sehr viel Arbeit bedeuten überwiegt anscheinend die tolle, gemeinsame Zeit… das ist für mich einfach das Grösste überhaupt, dass ich für meine Babys Menschen gefunden habe, welche fast (zwischen fast und total) ein bisschen gleich verrückt und verliebt sind in ihre Löckchen 🙂

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Amy und ich in Zermatt

… manchmal kann Arbeit wunderschön sein. Amy und ich waren am Donnerstag und Freitag in Zermatt und haben bei unglaublich schönem Wetter wunderbare Tagesausflüge gemacht. Amy hat sich so toll entwickelt, sie geht mittlerweile in alle Lifts, kann auch mal alleine im Zimmer bleiben (als ich in den Whirlpool ging hihi) und schläft brav auf dem Boden im Hotel… wenn dann das Sabbern nicht wäre, dann wären wir bestimmt ganz gern gesehene Gäste hihi.. wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen.

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Kurzmitteilung

Der Lichtblick: Idealgewicht!

ImageBei den Griechen war alles klar: Die Mohnblume war das Symbol der Unterweltsgöttin Persephone, und auch Hyphnos, der Gott des Schlafes, hielt meist eine Mohnblüte in der Hand. Heisst ja auch: Schlafmohn.

Und vielleicht hätten wir das alles im Hinterkopf halten sollen, als wir uns heute auf den Spaziergang machten. Denn kaum waren wir aus dem Haus – „wir“ sind ich und Meistermein – sahen wir in der Wiese, auf dem Weg zum Wald, leuchtend rote Mohnblumen. Aber man soll ja nicht in allem eine Symbolik vermuten… Auch nicht, als wir wenig später einen „gefallenen Engel“ entdeckten: Einen toten Schwan, der seine Flügel ausgebreitet hatte wie ein Engel, der vom Himmel gestürzt ist.

Meistermein hat mir schon früh beigebracht, dass ich mich nicht mit toten Tieren beschäftigen soll, und so marschierte ich an dem Kadaver vorbei, Richtung Wald. Dort, schliesslich, ist das, was ich spannend finde: Tannenzapfen ohne Ende und ab und zu mal ein Trüffel.

Vor wenigen Tagen, auf dem Weg zum Wald, entdeckte Meistermein auf einer Kuhweide einen Rehbock. Keine Ahnung, wie er dort in das Gelände reingeraten war, jedenfalls fand er den Ausgang nicht und knallte immer mit seinem Körper gegen die Umzäunung. Als er uns sah, kam er vorsichtig näher, ich setzte mich hin, bis er unmittelbar vor uns stand. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Rehe merken, dass ich ihnen nicht gefährlich werde. Jedenfalls rief Meistermein bei der Gemeinde an, woraufhin der Wildhüter erschien – allerdings zu spät, der Bock hatte seinen Weg in die Freiheit schon gefunden.

Aber: Meistermein hatte nun die Telefonnummer des Wildhüters auf seinem Handy, und das sollte heute noch nützlich sein.

Im Wald suchten wir heute zunächst einige Stellen nach Trüffeln ab. Also: Ich suchte, und Meistermein musste mir an der Schleppleine durchs Unterholz nachrennen (ja, ich weiss, es ist gemein: Aber ich nehme ihn manchmal an die lange Leine). Als ich so richtig im Eifer war, blieb er stehen und rief mich zurück: Er hatte endlich das tote Reh entdeckt, an welchem ich vorbeigerannt war.

Das Reh hatte keine Riss-Spuren und war noch nicht angefressen, und als der alarmierte Wildhüter kam, war klar: Es war eine Geiss, die Milch spritzte noch aus den Zitzen, sie war nicht abgemagert, aber über und über mit Zecken bedeckt.

Nun war auch klar, was das komische Geräusch war, das wir weiter weg im Unterholz hörten: Es tönte wie das Schreien eines grossen Vogels – aber es war das Rehkitz, das nach seiner Mutter rief.

Und es war klar, was mit ihm geschehen würde. Es mit nach Hause zu nehmen war keine Option – das ist bei uns sogar verboten. Und überleben konnte es in der Wildnis nicht. Als der Wildhüter sein Gewehr holte, gingen Meistermein und ich zum Fluss… schliesslich bin ich nicht schussfest…

Ich badete, bis ich plötzlich eine Witterung aufnahm. Meistermein sagt dann, dass er meiner Nase ansehe, wo ich mit ihr etwas „sehe“. Ich rannte los, mitten in den Wald, musste im Unterholz wühlen, mich durch das Dickicht kämpfen, doch nach wenigen Sekunden hatte ich ihn gefunden: Einen Tennisball! Mitten im Wald! Innerhalb von 30 Tagen habe ich also damit 21 Tennisbälle gefunden – keine schlechte Ausbeute!

Auf dem Nachhauseweg trafen wir per Zufall eine Kollegin von Meistermein, die mit ihrem Jagdhund durch Zufall dort vorbeigelaufen war, wo die tote Rehgeiss gelegen hatte, und die beiden Zweibeiner diskutierten, dass die Umstände des Todes des Tieres merkwürdig waren. Ob hier vielleicht Gift im Spiel war?

Zuhause angekommen, gab mir Meistermein mein Futter – aber ich hatte schlicht keine Lust. Mir war plötzlich übel, ich ging in den Garten, legte mich in den Schatten und wartete, dass es besser werde.

Meistermein seinerseits kaufte schnell Zigaretten, doch als er zurückkam, hatte mich solch Schüttelfrost ergriffen, dass er mich kurzerhand ins Auto packte, der Tierärztin aufs Handy anrief und sofort bei ihr vorbei fuhr. Sie stellte Untertemparatur fest, einen verhärteten Bauch, und mir war inzwischen so elend, dass ich mich nicht mal grossartig gegen die Spritze wehrte, die sie mir setzte. Wer mich kennt weiss: Es muss mir also verdammt schlecht gegangen sein. Und an Essen war schon gar nicht mehr zu denken…

Inzwischen habe ich immerhin eine Portion Kartoffelstock runterwürgen können und frage mich, weshalb es in einem Hundeleben ab und zu solche Tage wie heute geben muss.

Immerhin war der Abschluss bei der Tierärztin toll: Sie meinte nämlich, dass ich inzwischen für meine Grösse wohl das Idealgewicht erreicht habe. Wobei ich besser verschweige, wo das liegt: Schliesslich bin ich schwerer, als nach Standard ein Lagotto-Männchen sein sollte. Abver ich bin ja auch keine Standard-Hündin mit Standard-Abenteuern in einem Standard-Leben!