dello Spirito del Bosco

Allgemeines

Was hat eine Zucht von Rassehunden mit Tierschutz zu tun?

Warum noch Hunde züchten, wenn doch so viele Hund im Tierheim hocken und auf ihre Rettung warten.

Nun, diese Frage habe ich mir heute gestellt und mir Gedanken gemacht. Warum gibt es Hunde im Tierheim? Es gibt solche arme Seelen, welche durch Scheidung oder durch den Tod von seinem Besitzer in diese Lage geraten sind. Diese Tiere sind aber in der Regel gut vermittelbar, da sie meist nicht über grosse Macken verfügen.

Dann gibt es die Tiere, welche wegen problematischem Verhalten im Tierheim landen, sie haben gebissen, sie horchen nicht, machen alles kaputt oder verdrecken alles… und und und…. desweiteren sind natürlich diese Hunde im Tierheim, welche missbraucht, misshandelt oder vernachlässigt wurden und vom Tierschutzverein dann entzogen wurden.  Dies sind wirklich arme Seelen und es bleibt zu hoffen, dass sie alle auch Familien oder Menschen finden, die ein geduldiges Händchen haben und die Lebensumstände bieten können, damit sich diese Tiere wieder wohl fühlen können.

Nun, was hat das alles mit uns Züchtern zu tun?

Ich will es  euch erklären.

  • Wenn ich als Züchter darauf achte, dass die ausgewählten Zuchttiere schon freundlich, angenehme und  gesunde Hunde sind, ohne grössere Ängste und vor allem aggressionslos, dann habe ich die Chance, dass dies auch den Welpen weiter vererbt wird.
  • Wenn ich als Züchter meiner Hündin Schutz und Sicherheit biete, sowie die Gelegenheit, dass die Hündin in Ruhe und Geborgenheit sich um ihren Nachwuchs kümmern kann, dann wird das stresslos passieren und die Welpen bekommen in den ersten Wochen, während der vegetativen Phase, die volle Aufmerksamkeit ihrer Mama.
  • Wenn ich als Züchter ab der 3. Woche die nun wichtige Prägungsphase ernst nehme und meine Welpen auf viele Gegebenheiten hin präge und hinführe, dann setze ich die Weichen für einen Hund, der stresslos durch die Welt gehen kann und für den nichts Neues auch gleichbedeutend ist mit einem Weltuntergang.
  • Wenn ich als Züchter dafür sorge, dass alles Erlebte auch beim Schlafen verarbeitet werden kann und meinen Welpen genug Ruhezeiten ermögliche, dann lernt der Hund, dass er sich seine Ruhephasen gönnen muss und so immer, auch wenn es mal stressig war, wieder runterfahren kann.
  • Wenn ich als Züchter meine Welpen optimal ernähre, sie entwurme und auch impfe, dann sorge ich für einen gesunden Start ins neue Leben.
  • Wenn ich als Züchter mehrmals mit dem ganzen Wurf Auto gefahren bin, dann helfe ich dem einzelnen Welpen, dass seine erste Fahrt ganz alleine ohne Erbrechen und grosse Angst abläuft.
  • Wenn ich als Züchter meine Welpen in Hände gebe, welche ich nach mehreren Besuchen als geeignet empfinde, dann wird das auch in der Familie ziemlich sicher so sein.
  • Wenn ich als Züchter meine Welpen nur mit einem Vertrag abgebe und dem ernstzunehmenden Versprechen mich auch in Jahren noch dafür zu interessieren, was mit meinem Welpen passiert, dann wird selbst bei einer Änderung der Lebensumstände keiner meiner Hunde im Tierheim landen müssen.
  • Wenn ich als Züchter meinen Welpenkäufern mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, dann überwinden wir auch Probleme gemeinsam.

Nun, wenn ich all die Punkte ansehe, dann komme ich zum Schluss, dass eine verantwortungsvolle Zucht Tierschutz bedeutet.

Passend zum Thema: http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Nach-Rettung-aus-Tiertransporter-Hundewelpen-sterben-im-Tierheim;art6066,1321808

Diese Welpen werden nach Spanien geliefert, dort vermutlich in Einkaufsläden hinter Glas angeboten und wenn sie nicht weg kommen (oder auch gleich)… kommen sie als Hunde aus der Tötungsstation wieder zu uns zurück…. Jeder, der einen solchen Hund kauft ist alles andere als ein Tierschützer, denn er belebt dieses Geschäft!

 

Dieser Text darf zur Gedankenanregung uneingeschränkt geteilt werden 🙂

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Kurzmitteilung

Der Lichtblick: Idealgewicht!

ImageBei den Griechen war alles klar: Die Mohnblume war das Symbol der Unterweltsgöttin Persephone, und auch Hyphnos, der Gott des Schlafes, hielt meist eine Mohnblüte in der Hand. Heisst ja auch: Schlafmohn.

Und vielleicht hätten wir das alles im Hinterkopf halten sollen, als wir uns heute auf den Spaziergang machten. Denn kaum waren wir aus dem Haus – „wir“ sind ich und Meistermein – sahen wir in der Wiese, auf dem Weg zum Wald, leuchtend rote Mohnblumen. Aber man soll ja nicht in allem eine Symbolik vermuten… Auch nicht, als wir wenig später einen „gefallenen Engel“ entdeckten: Einen toten Schwan, der seine Flügel ausgebreitet hatte wie ein Engel, der vom Himmel gestürzt ist.

Meistermein hat mir schon früh beigebracht, dass ich mich nicht mit toten Tieren beschäftigen soll, und so marschierte ich an dem Kadaver vorbei, Richtung Wald. Dort, schliesslich, ist das, was ich spannend finde: Tannenzapfen ohne Ende und ab und zu mal ein Trüffel.

Vor wenigen Tagen, auf dem Weg zum Wald, entdeckte Meistermein auf einer Kuhweide einen Rehbock. Keine Ahnung, wie er dort in das Gelände reingeraten war, jedenfalls fand er den Ausgang nicht und knallte immer mit seinem Körper gegen die Umzäunung. Als er uns sah, kam er vorsichtig näher, ich setzte mich hin, bis er unmittelbar vor uns stand. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Rehe merken, dass ich ihnen nicht gefährlich werde. Jedenfalls rief Meistermein bei der Gemeinde an, woraufhin der Wildhüter erschien – allerdings zu spät, der Bock hatte seinen Weg in die Freiheit schon gefunden.

Aber: Meistermein hatte nun die Telefonnummer des Wildhüters auf seinem Handy, und das sollte heute noch nützlich sein.

Im Wald suchten wir heute zunächst einige Stellen nach Trüffeln ab. Also: Ich suchte, und Meistermein musste mir an der Schleppleine durchs Unterholz nachrennen (ja, ich weiss, es ist gemein: Aber ich nehme ihn manchmal an die lange Leine). Als ich so richtig im Eifer war, blieb er stehen und rief mich zurück: Er hatte endlich das tote Reh entdeckt, an welchem ich vorbeigerannt war.

Das Reh hatte keine Riss-Spuren und war noch nicht angefressen, und als der alarmierte Wildhüter kam, war klar: Es war eine Geiss, die Milch spritzte noch aus den Zitzen, sie war nicht abgemagert, aber über und über mit Zecken bedeckt.

Nun war auch klar, was das komische Geräusch war, das wir weiter weg im Unterholz hörten: Es tönte wie das Schreien eines grossen Vogels – aber es war das Rehkitz, das nach seiner Mutter rief.

Und es war klar, was mit ihm geschehen würde. Es mit nach Hause zu nehmen war keine Option – das ist bei uns sogar verboten. Und überleben konnte es in der Wildnis nicht. Als der Wildhüter sein Gewehr holte, gingen Meistermein und ich zum Fluss… schliesslich bin ich nicht schussfest…

Ich badete, bis ich plötzlich eine Witterung aufnahm. Meistermein sagt dann, dass er meiner Nase ansehe, wo ich mit ihr etwas „sehe“. Ich rannte los, mitten in den Wald, musste im Unterholz wühlen, mich durch das Dickicht kämpfen, doch nach wenigen Sekunden hatte ich ihn gefunden: Einen Tennisball! Mitten im Wald! Innerhalb von 30 Tagen habe ich also damit 21 Tennisbälle gefunden – keine schlechte Ausbeute!

Auf dem Nachhauseweg trafen wir per Zufall eine Kollegin von Meistermein, die mit ihrem Jagdhund durch Zufall dort vorbeigelaufen war, wo die tote Rehgeiss gelegen hatte, und die beiden Zweibeiner diskutierten, dass die Umstände des Todes des Tieres merkwürdig waren. Ob hier vielleicht Gift im Spiel war?

Zuhause angekommen, gab mir Meistermein mein Futter – aber ich hatte schlicht keine Lust. Mir war plötzlich übel, ich ging in den Garten, legte mich in den Schatten und wartete, dass es besser werde.

Meistermein seinerseits kaufte schnell Zigaretten, doch als er zurückkam, hatte mich solch Schüttelfrost ergriffen, dass er mich kurzerhand ins Auto packte, der Tierärztin aufs Handy anrief und sofort bei ihr vorbei fuhr. Sie stellte Untertemparatur fest, einen verhärteten Bauch, und mir war inzwischen so elend, dass ich mich nicht mal grossartig gegen die Spritze wehrte, die sie mir setzte. Wer mich kennt weiss: Es muss mir also verdammt schlecht gegangen sein. Und an Essen war schon gar nicht mehr zu denken…

Inzwischen habe ich immerhin eine Portion Kartoffelstock runterwürgen können und frage mich, weshalb es in einem Hundeleben ab und zu solche Tage wie heute geben muss.

Immerhin war der Abschluss bei der Tierärztin toll: Sie meinte nämlich, dass ich inzwischen für meine Grösse wohl das Idealgewicht erreicht habe. Wobei ich besser verschweige, wo das liegt: Schliesslich bin ich schwerer, als nach Standard ein Lagotto-Männchen sein sollte. Abver ich bin ja auch keine Standard-Hündin mit Standard-Abenteuern in einem Standard-Leben!

 


Andros war zu Besuch…

Andros mit seiner Mama Frana... fast wie Zwillinge 🙂

… natürlich mit seinen Zweibeinern Lisbeth und Matthias. Ich freue mich sehr, dass er mit seinen knapp 2 Jahren noch immer einfach super lieb ist, freundlich, aufgeweckt und verspielt. Er war sehr interessiert an den kleinen Welpen, aber traute sich nicht ganz hin. Freue mich sehr, wenn meine kleinen Babys zu Besuch kommen 🙂 Ich finde, dass er ein ganz hübscher Kerl geworden ist… mit einem unglaublich dicken Winterfell *lach* 😀

Andros dello Spirito del Bosco


Buchvernissage – Buchbesprechung

Die Buchvernissage von letztem Donnerstag war ein toller Erfolg. Dank der Mithilfe meiner Nachbarinnen, meiner Freunde (vor allem Monique), meiner Tochter und vor allem meiner Mama wurde dieser Abend einfach fantastisch. Unser schöner Keller wurde geschmückt und wir boten einige Köstlichkeiten an, vor allem Angelo brachte ein Trüffel-Dessert mit *mampf*
Ich bin sehr stolz darauf, dass wir gemeinsam dieses Buch verwirklichen konnten und freue mich auf die netten Reaktionen darauf. Unser Buch ist kein typisches Rassebuch oder ein typisches Trüffelbuch, sondern erzählt von dem, was uns bewegt und woran wir uns erfreuen. Die Liebe zu den Lagotti und zu den Trüffeln wird sprachlich dargestellt und so liest sich auch die Buchbesprechung von Dr. R. Eberhardt, internationaler Richter und Kenner der Rasse. In den Bildern unten sehen Sie auch ein bisschen von der Atmosphäre an unserem speziellen Abend. Danke an alle und auch an alle Anwesenden!

Buchbeschreibung Dr. Jochen H. Eberhardt


dem Wolf soll es an den Kragen gehen ….

Die aktuelle politische Diskussion macht Angst. Der Wolf, ein Grossraubtier, das hier bei uns einmal heimisch war soll nun zum Abschuss freigegeben werden, es ist einfach traurig. Der Wolf ist der Stammvater unserer Hunde und sollte genauso eine Daseinsberechtigung haben wie auch der Bär, der Luchs, der Mensch?
Warum sind wir Menschen nicht bereit uns mit der Natur zu arrangieren, warum müssen wir alles komplett unter Kontrolle haben? Der Wolf ist typisch wildtierscheu und wird dem Menschen in keiner Weise gefährlich, in Europa ist kein einziger Übergriff von Wölfen bekannt. Die einzigen Übergriffe sind bekannt aus Übersee, wo Menschen Wölfe gefüttert haben und so einen Konflikt provozierten.
Schafhalter, welche nicht gewillt sind Vorsichtsmassnahmen zu treffen (spezielle Schafhütehunde, Zaun), Jäger, die einen Wolf als Beute haben wollen, was auch immer der Grund ist, es ist abscheulich.
Von Dr. Martin Blattner gibt es einen Aufruf zum Boykott von Walliser Weinen, von Schaffleisch und allem, was diese Leute, die die Wölfe abschiessen wollen, produzieren. Ich persönlich möchte diese Aktion mit diesem Blogeintrag unterstützen und hoffe auf dementsprechende Sympatisanten.
Unterstützt den Wolf, denn er ist es wert unterstützt zu werden, er braucht unser aller Hilfe!

Lesen Sie hier den Brief von Martin Blattner —> WolfWahlfreiheitMehrheiten


Die Trüffel-Schnüffler

Ich vergass ganz einmal den link zu unserem Auftritt in der Sendung Einstein im Jahre 2007 zu erwähnen. Viel Spass beim Schauen 🙂

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f4a26991-ec55-4105-8a62-6868c2a311f6