dello Spirito del Bosco

FCI & SKG Papiere

Ein Lagotto soll es sein….

Ein Lagotto Romagnolo ist ein wunderbarer Begleiter, ein fantastischer Sportler, haart nicht und ist trotz, oder wegen seiner Grösse ein sehr ansprechender Hund. Dies ist der Grund, weshalb geldgierige Leute ihre Hunde ohne Papiere vermehren.

Sie werden zurecht fragen warum solche Papiere etwas bedeuten, vielleicht wollen Sie ja nie einen Hund ankören, ausstellen oder mit ihm ambitioniert Sport betreiben, also was soll das Getue mit diesen Papieren, Lagotto ist doch Lagotto?

Dies ist tatsächlich nicht richtig, denn es gilt als erstes, dass nur ein Hund mit nachgewiesenen Generationen, die alle im Stammbuch vermerkt sind als Rassehunde gilt… aber auch dies ist für Sie noch kein wirklicher Grund, diese Lagotti sehen aus wie die anderen Lagotti…

Der für mich massgeblichste und wichtigste Grund liegt im Schutz der Zuchthündin und ihrer Welpen. Dieser Grund sollte JEDEM Hundefreund und zukünftigen Hundebesitzer wichtig sein, also ganz bestimmt auch Ihnen.

In der Schweiz darf eine Hündin nicht vor 18 Monaten verpaart werden.

Sie darf max. 1 Wurf/ Jahr haben, resp. 2 Würfe in 2 Jahren, d.h. wenn man zweimal hintereinander verpaart muss man dann eine längere Pause einplanen.

Hat die Hündin einen Grosswurf (über 8 Welpen) muss sie mindestens 1 Jahr geschont werden.

Die Hündin darf in ihrem Leben max. 6 x Welpen grossziehen.

Die Hündin darf nur bis zu ihrem vollendeten 9ten Lebensjahr zur Zucht eingesetzt werden (Ausnahme mit Genehmigung SKG und Tierarztgesundheitsattest) Für mich persönlich ist dies zu alt, aber vielleicht ist dies ein Aspekt für die Auswahl des geeigneten Züchters.

Nun möchte ich möglichst auch einen gesunden Welpen, zu Recht reden Sie davon, dass man niemals eine Garantie haben kann, jedoch möchte ich da bemerken, dass ich doch auf der besseren Seite stehe, wenn die Elterntiere offensichtlich, nachweisbar gesund sind? Drum auch hier noch ein paar Gründe für Welpen mit Papieren:

Beide Elterntiere müssen auf Hüftdysplasie geprüft sein und dürfen in der Schweiz den Wert B nicht übersteigen (A = frei; B = Übergangsphase; C = leichte Dysplasie; D = schwere Dysplasie; E = sehr schwere Dysplasie)

Beide Elterntiere müssen auf Patellarluxation geprüft sein und dürfen in der Schweiz den Wert 1 nicht übersteigen. Die Patellarluxation betrifft die hinteren Kniescheiben und sind für den Hund sehr schmerzhaft und müssten operiert werden.

Beide Elterntiere sind bei einer speziellen Ankörung auf Standard und Wesen getestet worden.

Um die Zuchtzulassung zu erhalten müssen in der Schweiz angekörte Elterntiere auch auf die juvenile Epilepsie getestet sein. Dazu muss man bemerken, dass ein Träger absolut GAR KEINE gesundheitlichen Probleme bekommt. Nur Betroffene Hunde sind erkrankt und dies kann glücklicherweise durch den Gentest TOTAL vermieden werden.

 Den richtigen Züchter zu finden ist eine entscheidende Sache, denn ihr zukünftiger Lebenspartner sollte für einige Jahre bei ihnen sein und leider gibt es auch schwarze Schafe, die mit Hunden züchten, welche schon Deformationen oder A-typische Welpen gebracht haben (Lagotti ohne Locken, welche deshalb auch haaren). Fragen Sie viel nach, fragen Sie nach den vorherigen Würfen und nach Krankheiten oder Deformationen, welche auftraten. Nehmen Sie ev. sogar Kontakt auf zu den Familien mit den Nachzuchten und informieren Sie sich gut.

Das sind doch oben schon einmal ein paar sehr schwerwiegende Gründe für einen Lagotto vom seriösen Züchter? Aber ich kann Ihnen noch mehr erzählen:

Ein Züchter SKG/FCI musste vorab seinen Zuchtnamen registrieren lassen. Dann kommt eine Zuchtstättenkontrolle des Lagottoclub Schweiz, worin die Mindestbestimmungen kontrolliert wurden und ebenso der gesundheitliche momentane Zustand aller im Haushalt lebenden Hunde.

Ist ein Wurf da wird dieser mindestens 1x vom Lagottoclub kontrolliert (2x bei Würfen über 8 Welpen). Dabei wird alles kontrolliert von der Zuchtstätte, jedoch auch die Welpen und eventuell ersichtliche Mängel notiert.

Vom seriösen Züchter bekommen Sie einen Vertrag mit dem Welpen, der Ihre Rechte und Pflichten auflistet und ev. Mängel auch vermerkt sind.

Die Welpen vom seriösen Züchter sind mehrere Male entwurmt, gechipt und das erste Mal geimpft, wenn sie abgegeben werden mit 10 Wochen.

Immer wieder höre ich von Vermehrern, die ihre Lagottomischlinge für 1’400 bis 1’800 Franken verkaufen. Ein Lagotto vom Schweizer Züchter kostet um die 2’ooo Franken. Diese Vermehrer können Ihnen jedoch ziemlich sicher nicht einen der oben erwähnten Atteste zeigen, nein, sie behaupten noch dreist, dass sie nicht mit Papieren züchten, weil sie Ärger mit dem Club hatten.

Dazu eine Erklärung: Um mit FCI Papieren zu züchten muss man nicht Mitglied im Lagottoclub Schweiz sein!

Es sind alles Erklärungen, damit leichtgläubige, nicht aufgeklärte Menschen einen vermeintlichen Lagotto kaufen. Seien Sie nicht dumm, warten Sie lieber ein paar Monate auf Ihren Traumhund und helfen Sie mit diese Vermehrer zu strafen.

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